Nationale Volksarmee Erholungsheim Auf dem Sonnenberg

Frauenwald, Deutschland

Beitrgsbild

Beschreibung

Das Erholungsheim der Nationalen Volksarmee wurde 1976 eröffnet und befand sich auf dem Großen Riesenhaupt nahe des Ortes Frauenwald auf 764m Höhe. Das Gebäude erhielt den Namen Auf dem Sonnenberg und war ein achtstöckiger Plattenbau, welcher jedoch im Süden eine Terrassenform hatte und daher auch Sprungschanzenhaus genannt wurde. 1

Der Bau bestand aus dem Haupthaus welches eine Nord-Süd-Ausrichtung an den kurzen Enden hatte, sowie einem Speisehaus. An der abgeschrägten Südseite waren in den oberen fünf Etagen Balkone angebracht, welche von den Fluren aus für jedermann erreichbar waren. Auf dem Dach war eine Terrasse installiert. Zudem bot das Haus 400 Betten zur Belegung an. Im Erdgeschoss gab es einen holzgetäfelten Empfangsbereich mit Rezeption, welcher von den Parkplätzen vor dem Gebäude direkt erreicht werden konnte. Im Westen war eine Sportanlage vorhanden. Auch ein Schwimmbad war im Südlichen Teil des Hauses eingerichtet. Das Objekt war seinerzeit umzäunt und mit einem Wachlokal versehen. In der Nähe des Heims befand sich noch ein gleichzeitig errichteter Bunker, welche für die SED-Bezirksleitung Suhl vorgesehen waren. Seine Kommunikationsantennen, waren über eine lange Kabeltrasse auf dem Gebäude des Heims angebracht. 1

Das Gebäude wurde von Berufssolden der NVA genutzt (ab Unteroffizier aufwärts). Auch andere Soldaten aus befreundeten Staaten fanden hier Unterkunft. Neben der Erholung wurden hier aber auch Lehrgänge und Sportveranstaltungen abgehalten. 1

Mit der Wende ging das Gelände nebst Gebäuden an die Bundeswehr über, welche den Betrieb jedoch bald einstellte. So wurde es anschließend noch als Asylbewerberheim genutzt aber bald dem Leerstand preisgegeben. 2014 wurde das mittlerweile stark vom Vandalismus geprägte Objekt von der Gemeinde Frauenwald gekauft. Doch dies war nur die Vorbereitung, den Abriss des Objektes durchzuführen. Dies wurde im Winter 2017 für 1,4 Millionen Euro durchgeführt. Und die Geschichte des ehemaligen Erholungsheims für immer beendet. 1

Meinung

Das war ein sehr schickes Hotel und hätte vermutlich noch eine Zukunft gehabt. Es sah relativ modern aus und hatte eine gute Einrichtung sowie eine hervorragende Lage. Aber es darf nicht sein, was nicht sein darf und somit musste es mal wieder weg. Man darf gespannt sein, ob und welcher Plastikbunker dort stattdessen errichtet wird.

Ich freue mich auf Ergänzungen und Kommentare  zum Thema.

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