Irakische Botschaft in der DDR

Berlin, Deutschland

Beschreibung

Die irakische Botschaft in der DDR befand sich zwischen 1974 und 1991 im Berliner Bezirk Pankow. Der Irak war der erste nicht-sozialistische Staat, der die DDR 1969 völkerrechtlich anerkannt hatte. 1

Das Gebäude war aus  Plattenbaufertigelementen des Typs IHB II der Bauart SK Berlin 72 realisiert worden. Gebaut wurde es vom VEB BMK Ingenieurhochbau Berlin. Trotz Fertigbau, erhielt das Objekt eine damals sehr frisch und modern anmutende Fassade mit großer Terrasse und einem zurückgezogenen Eingangsbereich. 1

Zum Ende des Zweiten Golfkrieges 1991 wurde die Botschaft schlagartig verlassen. Die irakische Botschaft stand im Verdacht, ein Rückzugslager für Terroristen zu sein. So berichtete Der Spiegel im Jahr 1991, dass neben irakischen Geheimagenten des Mukhabarat auch arabische Terroristen in der Botschaft Unterschlupf gewährt wurde.Das Botschaftsgebäude wird nicht mehr genutzt und verfällt. 1

Seit 2002 befindet sich die neue irakische Botschaft in Zehlendorf. Ab 2010 zog diese dann aber in die ehemalige Villa des Textilfabrikanten Richard Semmel im Berliner Ortsteil Dahlem um. Die ehemalige Botschaft in der DDR steht heute immer noch leer. Sie ist teils stark verwüstet, auch hat es in dem Gebäude bereits  gebrannt. Das Grundstück gehört der Bundesrepublik Deutschland und wird von der Bundesanstalt für Immobilien verwaltet. Das Gebäude gehört nach wie vor dem Irak. Zu DDR Zeiten wurde für das Grundstück ein lebenslanges Nutzungsrecht eingeräumt. 1

Nachdem der Zustand der ehemaligen Botschaft auch in den Medien des Irakes thematisiert wurde, stellte dieser einen Antrag auf Genehmigung vom Auswärtigen Amt zur Nutzung als Kulturzentrum. Getan hat sich bisher nichts. 1

Kommentar

Ich muss sagen, für einen Plattenbau ist das Gebäude doch recht ansehnlich. Saniert würde es sicher eine schöne Behausung hergeben. Wir waren überrascht, dass im ganzen Objekt noch viele Dokumente sind und dort einfach herumliegen. Die Botschaft scheint in großer Eile verlassen worden zu sein.

Ich freue mich auf deine  Kommentare zum Thema.

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