Hydrierwerke Pölitz AG – Police, PL

Beschreibung

Nach den „Benzin-Verträgen“ zwischen der I.G. Farben und Adolf Hitler, wurde 1937 in Pölitz eines von später 15 Hydrierwerken gebaut. Ziel der Fabrik war es, syntetischen Kraftstoff aus Kohle oder Teer herzustellen. Dieser Kraftstoff wurde benötigt, da die Öl-Förderung auf Deutschem Gebiet, nur 30% des Bedarfs decken konnte. Weiterhin wurde der Kraftstoff für den herannahenden Krieg benötigt. 1,2

Mit Produktionsaufnahme, unter anderem geleistet durch Zwangsarbeiter, wurde schon bald ein Marktanteil von 15% erreicht. Um 1940 waren bereits 11 weitere Werke an der Produktion beteiligt. 1,2

Ab Mai 1944 begannen die Allierten mit der Bombardierung der Werke, um die Schlagkraft Deutschlands stark zu lähmen. Insgesamt 14 mal wurde dabei auch das Werk in Pölitz angegriffen und stark zerstört. 1,2

Nach Kriegsende, hatten 13.000 Arbeiter Ihr Leben verloren. Die Reste der Fabrikanlagen wurden von der Sowjetunion demontiert und das Gelände schließtlich 1946 an Polen übergeben. 2

Kommentar

Es ist Wahnsinn was in der kurzen Zeit für riesige Werke überall entstanden. Hier durch das weitläufige Gelände zu streifen, in welchem betonierte stumme Skelette wie Riesen aus den Baumkronen schauen… einzigartig!

In Gedenken an die Verstorbenen Arbeiter, widme ich diesen Beitrag. Ich kann nur empfehlen, sich selbst ein Bild zu machen. Die Zaunpfeiler des Außenlagers vom KZ Stutthof stehen ebenso stumm an ihrem Ort, in unmittelbarer Nähe zum Werk.

Galerie

Quellen

1. Wikipedia (Externer Link)

2. Informationen durch den Verein „Skarb“ vor Ort.

Bearbeitung

16.08.2016

14.02.2021

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