Hildebrandsche Mühlenwerke Böllberger Mühle

Halle an der Saale, Deutschland

Ansicht vom Wasser aus

Beschreibung

Die heute noch stehenden Gebäude der „Hildebrandschen Mühlenwerke AG“ wurden 1870 bis 1880 errichtet und fußen auf den teilweise abgetragenen Resten einer vorangegangenen Mühle, welche Ihren Ursprung im Jahr 987 hatte. Bis dahin war die Mühle auch Teil des Klosters Neuwerk gewesen, kurzzeitig zudem auch eine Papierfabrik. 1

Mühlenbesitzer Louis Hildebrand ließ somit die meisten alten Gebäude abtragen um neuere Gebäude zu errichten. Die Namensgebung „Mühlenwerke“ suggerieren bereits den Betrieb mehrerer Mühlen und so war es eine Mahlmühle, eine Weizen- und Roggenmühle, verschiedene Speicher und ein Maschinenhaus. An der Saale, befand sich zudem noch eine Anlege- und Verladestelle mit Krananlage. Es folgte noch ein Generatorenhaus und die Fabrikantenvilla (1877). Die bis zu 32 Malgängen wurden durch sieben Turbinen betrieben. Von denen noch heute sechs vorhanden sind. 1

Bereits 1975 wurde der Komplex stillgelegt. Durch Brände in den 90er Jahren wurden die Gebäude stark beschädigt und brannten innerlich vollkommen aus. Das Objektiv wurde schließlich an Josef Thiemeyer veräußert, welcher vorsah, den Standort zu einem Ökologisch Nachhaltigen Kraftwerk umzubauen. 2

Kommentar

Oh was war das für ein Objekt. Gruselig imposant würde es treffen. Wir hatten zu dem Gelände schon einiges Gehört. Zäune unter Strom, Kameras, wütende Nachbarn und Besitzer, Unfälle. Doch die Neugier war größer und wir schienen ein verdammtes Glück zu haben und der Ort brannte sich für immer in unserem Köpfen fest.

Auf dem Gelände waren gerade Bauarbeiten. Man zog Stahlträger in die leeren Mauern ein. Das Tor stand also offen und ein paar Männer davor. Den Mut gepackt gingen wir hin, ob wir kurz einen Blick hineinwerfen dürfen. Einer der Männer deutete auf das Betreten Verboten Schild. Ich zeigt auch meine kleine Kamera und deutete an, dass wir keinen Ärger machen würden. Da schaltete sich der zweite Mann ein und meinte „Komm wir machen Pause… da geht uns das nichts an“ und zwinkerte Kurz. Die beiden zogen ab und wir konnten rein.

Ich muss gestehen ich war schon mit einem 10-20mm Objektiv vor Ort und es war bis auf Anschlag auf Weitwinkel gedreht… es half nichts. Weiter weg gehen konnten wir auch nicht, denn dann begrenze die Saale den Weg. Auf der anderen Seite war die Straße und dann wieder Häuser. Trotzdem mussten diese riesigen Ziegelskelette von der ehemaligen Mühle drauf, ob die Linien nun „Stürzen“ oder nicht :). Und es hat sich gelohnt. Wahnsinn!

Beim rausgehen zwinkerte ich dem zweiten Mann zurück, sie hatten schon wieder angefangen zu arbeiten. Das Grinsen konnten sich aber beide nicht verkneifen.

Vielen Dank noch einmal, wenn du dass hier zufällig ließt :).

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