Garnisonsmühle (Weizenmühle)

Dresden, Deutschland

Beschreibung

Zur Vorgeschichte lässt sich sagen, dass gegen 1770 die sogenannte Pulvermühle der Säschischen Armee entstand. Diese wurde bis 1830 genutzt. 1

Mit dem Wegfall der Pulverproduktion wurde die Pulvermühle und angrenzende Gebäude zur Mühle mit Bäckerei umgebaut. Diese war für den Bedarf der Dresdner Garnison gedacht und wurde daher auch Garnisonsmühle genannt. Ab 1839 war sie ausgestattet mit modernen „amerikanischen Mahlgängen“ sowie ab 1845 mit einer Dampfmaschine. Im Jahr 1984 wurde die Mühle abgebrochen, da sie den Anforderungen nicht mehr genügte. 1

1985 wurde eine moderne Großmühle errichtet. Betreiber war immer noch die Sächsische Armee. Diese Zog aber Anfang 19 Jahrhundert in die Albertstadt um, dort befand sich dann auch die Heeresbäckerei, welches die Aufgaben der Mühle erbte. 1

Nach der Aufgabe der Mühle, erwarben die Gebrüder Braune 1903 die Liegenschaft. Sie besaßen die König-Friedrich- August-Mühlenwerke AG, der auch die Neumühle angehörte, welche benachbart war. 1910 erfolgte der Gleisanschluss an die Albertbahn, dessen Gleisführung noch heute an der Mühle vorbei führt. 1

1917 entstand schließlich schlussendlich der noch heute Sichtbare Siloturm neben der Mühle. Dieser wurde auch Hungerturm genannt. Im zweiten Weltkrieg wurde die Liegenschaft für Schmiermittelproduktion und Rüstungsbedarf genutzt. 1

Nach Kriegsende nutzte der Konsum-Backwarenbetrieb die Gebäude. Nach der Wende nutzte die Dresdner Handelsgesellschaft für Nahrungsmittel und Getränke, als Lager für Körnerfrüchte. 1

Seit 1993 sind die Gebäude ungenutzt und verfallen. Das Weißeritzhochwasser 2002, zerstörte die Liegenschaft stark. 2005 setzte dann noch einem Feuer dem Backsteinbau der eigentlichen Mühle zu, sodass diese schlussendlich einstürzte. Der Siloturm steht derweilen immer noch, als wichtige Landmarke an der Weißeritz. 1

Kommentar

Den auffälligen Siloturm habe ich erstmals 2011 besucht. Es war eines meiner ersten Objekte vor Ort. Bei jeder Fahrt daran vorbei, schaue ich nach Neuigkeiten. Das Silo sollte einmal einem Wohnhaus umgebaut werden. Die ehemalige Mühle daneben, scheint jedoch für immer zu schlafen, wartet auf den Abriss.

Generell ist die Ecke für mich sehr verwunschen. Eine Sprengschule gibts dort. Ein kleines Hotel und ein ehemaliges Abbaugebiet. Auch wurde hier Uran durch die Wismut bis ca. 1960 gefördert. Ich freue mich auf deine  Kommentare zum Thema.

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