Dietrich–Eckart–Krankenhaus

Stanggaß, Deutschland

Beschreibung

Am 06. Mai 1938 wurde der Grundstein für ein neues Krankenhaus gelegt, nachdem dass Berchtesgadener Bezirkskrankenhaus mit ständiger Überbelegung zu kämpfen hatte. Adolf Hitler hatte den Bau verfügt, denn so sollte auch das Umfeld der Reichskanzlei „Dienststelle Berchtesgaden“ mit größeren Bauten profiliert werden. Der Bau wurde von der Volkswohlfahrt finanziert. Am 15. Dezember 1939 wurde Richtfest für eine der modernsten nationalsozialistischen Heilstätten gefeiert. Das Gebäude nahm jedoch erst am 13. Juni 1942, unter dem Namen Dietrich–Eckart–Krankenhaus als Wehrmachtslazarett den Betrieb auf wurde in das Eigentum der Marktgemeinde Berchtesgaden übertragen. Die geplante Schwesternschule wurde am Standort nicht mehr verwirklicht. 1

Architektur

Die Heilstätte, welche von Edgar Berge geplant wurde, war ein dreistöckiger langgezogener Bau mit mehreren Querbauten. Der Eingangsbereich und das Treppenhaus waren mit Roten Marmor getäfelt. Die Patientenzimmer waren alle nach Süden ausgerichtet und mit einem durchgehenden Balkon versehen. Es gab verschiedene OP-Säle, ein Schwimm- sowie Fußbad und eine Bibliothek. Zudem schmücken verschiedene künstlerische Werke das Gebäude. 1

Weiterer Verlauf

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Krankenhaus als Neues Krankenhaus weiter genutzt. Bis 1973 fungierte es auch als Versehrtenkrankenhaus für Lungenkranke Menschen. 1

Ab 1974 wurde das Krankenhaus privatisiert und firmierte seit dem als Kurklinik in der Stanggaß. Es wurde als Rehabilitationsklinik ausgelegt. Hier entstand vermutlich auch der weitere Anbau im Nordwesten, welcher durch einen schräg verlaufenden Aufzug verbunden war. Der Betreiber musste jedoch 1996 Insolvenz anmelden und die Klinik aufgeben. Nachnutzungspläne konnten bisher nicht realisiert werden. 1

Ich freue mich auf Ergänzungen und Kommentare  zum Thema.

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