FDGB Erholungsheim Fritz Heckert – DE

Beschreibung

Eingelesene Postkarte von 1961

Das Ferienheim des Freien Deutschen Gewerkschaftsbunds war die erste Touristisch genutzte und neu gebaute Unterkunft der DDR und wurde von 1952 bis 1954 errichtet. Die FDGB, welche im großen Maße für die Bereitstellung von Urlaubsplätzen verantwortlich war, benannte das Heim nach dem Politiker „Fritz Heckert“. 1

Das Objekt, welches sich im Stil an das Olympische Dort in Berlin anlehnte, hob sich von der klassischen Einheitsarchitektur deutlich ab. An der Front des Gebäudes, rechts gelegen, war der Eingangsbereich gelegen. Dieser ragte in runder Form aus dem Gebäude heraus. Links davon schlossen sich jeweils ein Saal pro Etage an. Die Unterkünfte lagen vom Eingang gesehen, hinter dem Empfangsbereich auf drei Etagen. Der Außenbereich war mit einer großen Terrasse versehen. Zudem befand sich vor dem Heim die Plastik „Junge Familie“. 1

Eröffnet wurde das Ferienheim am 11. Juli 1954 und erfreute sich seitdem großer Beliebtheit. Bereits 1969 wurde das heim um eine Gaststätte, Bar und einem zusätzlichen Bettenhaus erweitert. Die Anlage wurde bis zur Wende gern und stark genutzt. 1

Mit der Wende änderte sich das Bild und das Heim wurde 1990 geschlossen. Das 1969 errichtete Bettenhaus wurde abgerissen und der ganze Komplex entkernt. Eine Nachnutzung ist bisher nicht absehbar. 1

Kommentar

Manchmal kann man nur den Kopf schütteln, wenn man sieht, welche Werte nach der Wende einfach im Müll entsorgt wurden. Dieses Heim hätte man sicher gut weiter betreiben oder z.B. zum Seniorenheim umfunktionieren können. Das hätte zumindest mehr Stil gehabt als die 0-8-15 Bauten heutzutage. Schade!